Kategorie: Gänselexikon

Obwohl wir die Kanadagänse in den Parks aus nächster Nähe erleben dürfen, wissen die meisten Menschen doch sehr wenig über sie.
Was fressen sie? Wie leben sie? Wo kommen sie her und wohin ziehen sie im Winter? Hier erfahren Sie mehr über diese faszinierenden, majestätischen Vögel.

Blutkiele (Schwungefedern)

Blutkiele

Blutkiele an Schwungfedern
Blutkiele am linken Flügel eine Gössels

Solange eine Feder im Wachstum ist, wird sie gut durchblutet. Man kann dann deutlich die Blutkiele sehen, die wie blaue Stangen am Körper der Gans herabhängen. Verletzt man so eine Feder, fließt Blut.

Nach und nach lösen sich die Blutkiele auf und geben die fertige Feder darunter frei. Oft sieht man, wie die Gänse vorsichtig an den Hüllen der Feder knabbern.

Ist die Feder fertig, ist ihr Schaft hohl und nicht mehr mit Blutgefäßen gefüllt. Die Feder besteht dann, wie unsere Haare, aus Keratin und ist nicht von einem Nervensystem durchzogen. Deshalb kann man eine Feder stutzen, ohne dass der Vogel Schmerzen hat. Das hat man früher zum Beispiel bei Zootieren gemacht, damit sie nicht wegfliegen können. Das Schneiden der Federn ist jedoch inzwischen verboten.

Warum sind Blutkiele blau und nicht rot?

Aus dem gleichen Grund warum unsere Adern blau erscheinen, obwohl darin rotes Blut fließt:

Das Licht dringt unterschiedlich tief in unsere Haut ein. Der rote Anteil des Lichts wird von dem roten Blut absorbiert und nicht zurück reflektiert. Nur der blaue Anteil des Lichts wird reflektiert, so dass die Adern blau erscheinen.

Mehr dazu: Frag doch mal die Maus: Warum sehen Adern blau aus?